Laut AKH Wien leiden bereits mehr als 20 % der Kinder und Jugendlichen an Kopfschmerz. (In der 70-iger Jahren waren es nur rund 14%).

Wichtig ist bei allen Arten von Schmerzsymptomen ist eine präzise fachärztlichen Abklärung und bei Bedarf eine entsprechende medikamentöse Einstellung. Niemand muss heutzutage Dauerschmerzen aushalten.

Schmerzen haben immer eine physische oder psychische Ursache. Häufig wollen die diversen Schmerzen dem Betroffenen etwas signalisieren. (z. B.: medizinische Ursachen, Überbelastung, Burn outsignal, ergonomisch falscher Arbeitsplatz, Probleme in der Arbeit, wenig Freizeit, wenig sportliche Aktivität, Trauma, Stress, familiäre Probleme, Verlust, Schicksalsschlag ,Anspannung, Schlafstörungen, Schulwechsel – Verlust von Freunden, starke schulische Belastungen und u.ä.).

Der Schmerz hat von Natur aus eine sehr wichtige Funktion, welche man nicht negieren und herunterspielen darf. Sie sind ein Alarmsignal, welches medizinisch abgeklärt werden muss.

Die Schmerzen fungieren als „Handbremse“, wenn der Körper von zuvielen äußerlichen Reizen überflutet wird. (zu volle U-Bahn, laute Musik im Geschäft, Straßenlärm, Pausenlärm in der Schule, ständiges Musik hören, Computer, Handy, usw.

Mögliche Ziele psychotherapeutischer Unterstützung:

  • Erkennen von Ursachen
  • Auslösende Situationen herausfinden
  • Erste Körpersymptome entdecken lernen
  • Neue Lösungswege erkunden
  • Reduktion der Leistungsorientierung und Perfektion
  • Strategien zur Bewältigen von Schmerzen – Übungen
  • Vergrößern der Schmerzabstände
  • Entspannungsübungen zur Selbstanwendung
  • Rechtzeitiges Ergreifen von entsprechenden Maßnahmen, damit die Schmerzattacken nicht zu stark werden
  • Wie gehe ich mit Schmerzen in der Schule und im Beruf um?
  • Was fordert schmerzfreie Zeiten?
  • Ernährungsmaßnahmen und Trinkgewohnheiten

 

Die Erleichterung der Lebensqualität steht im Vordergrund.

Balance zwischen „Stress Seite“ und „Wohlfühlseite herausfinden ist von enormer Wichtigkeit.

Häufig ist der Auslöser schon längst abgeklungen, doch die Schmerzen hören nicht auf. Schmerzen haben häufig einen psychischen und somatischen Anteil.

Die beginnende Entgleisung äußert sich manchmal in längerem Gähnen, Schwitzen, Frieren, vermehrter Harndrang, Übelkeit, Erbrechen – alles Anzeichen für den nahenden „Zusammenbruch“.

 

Migräne

Wird heute als eine Reizverarbeitungsstörung im Zentralnervensystem angesehen (Gerber u. Krapp, 1993). Die davon Betroffenen reagieren überstark ohne sich „daran zu gewöhnen“ auf unterschiedliche Reize und überfordern damit ihren Körper.
Migräne als auch z.B. der Spannungskopfschmerz können als Schutzmechanismus gesehen werden.

Kopfschmerz von Spannungstyp kann häufig in Kombination mit Migräne auftreten. Dies ist Insbesondere im Jugendalter der Fall. Die Migräne entwickelt sich meist erst langsam ab dem 17-18 Lebensjahr wirklich heraus. In der Kindheit und Jugend findet häufig ein Wechsel von Spannungskopfschmerze und Migräne statt.
Bei Bewegung verschlechtert sich Migräne Die Migräne zwingt die Betroffenen zum Hinlegen und Ausruhen.
Bei Spannungskopfschmerz kann sanfte Bewegung zu Erleichterung führen.

 

Bei funktionellen Störungen, auch Kopfschmerzen, geht es darum das Symptom nicht entstehen zu lassen. Da dies nicht immer möglich ist, sollte man das Symptom ernst nehmen, und möglichst einen Ausgleich schaffen.

Wir neigen meist dazu auf die Defizite zu schauen, anstatt die Ressourcen zu nutzen. Bestärken sie Kinder und Jugendliche darin, damit sie für sich leichter Lösungen finden können.

Oftmals werden div. Kopfschmerzen von Schülern/innen, von Pädagogen als Ausrede, Lernverweigerung, Desinteresse usw. interpretiert.
Laut der Kinder- und Jugendpsychiatrie (Med Uni Wien) sollen Schüler mit Migräneschmerzen nicht gezwungen werden am Turnunterricht aktiv mitzumachen. Dies verschlechtert die Symptomatik. Lehrer sind diesbezüglich zu wenig geschult

 HERVORHEBEN DER RESSOURCEN – STATT DEFIZITANALYSE

Schmerzen zermürben. Sie zehren an den Nerven, stören das Denken, die Konzentration und beeinträchtigen meist stark das alltägliche Leben. Sie nehmen Menschen die Lebensfreude und soziale Kontakte reduzieren sich mit der Zeit.

Bei chronischer Schmerzstörung verselbständigt sich der Schmerz und hat seine eigentliche Funktion als Warnhinweis verloren. Er erhält einen eigenen Krankheitswert. Dies ist ernst zu nehmen und sollte fachärztlich behandelt werden. Eine Kombination aus psychotherapeutischer Unterstützung und medikamentöser Therapie kann langfristig Linderung bzw. oft auch Heilung verschaffen. Doch auch Liebe, Zuwendung, ein offenes Ohr haben einen starken Einfluss auf das Schmerzempfinden.

 

Menschen mit chronischen Schmerzen haben nicht selten eine lange Krankengeschichte, da sie häufig nicht wirklich in ihrem Leiden erstgenommen werden.  Die Menschen wollen gehört werden.

Viele Depressionspatienten klagen  über andauernde körperliche Schmerzen, speziell im Kopf, Bauch und Rücken. Auch introvertierte Personen sind eher gefährdet einen Dauerschmerz zu entwickeln.

Mit Hilfe der Therapie können die KlientInnen langsam wieder ihre eigenen Bedürfnisse, Sehnsüchte spüren, kommunizieren und mit Hilfe Schritt für Schritt langsam umsetzen. Sie müssen wieder lernen für sich selbst zu sorgen und ihre eigenen Ressourcen und Stärken entdecken. Bei Schmerzpatienten ist ein besserer Umgang  oft schon ein großer Erfolg und ein Gewinn an Lebensqualität.

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