Besonders bei Epilepsie darf die seelische Dimension Ihres subjektiven Wohlbefindens nicht unbeachtet bleiben.

  • Epilepsie ist nach wie vor aufgrund ihrer äußeren Symptome vorurteilsbehaftet und mit Angst vor sozialer Ausgrenzung verbunden.

  • Es ist eine chronische Erkrankung, die den bisherigen Lebensstil dauerhaft verändert.

Sowohl die Betroffenen als auch ihre Angehörigen werden mit neuen psychischen Belastungen konfrontiert. Offenes Reden darüber nimmt Ihnen die große Last der Verunsicherung ab. Sie sind nicht sich selbst überlassen.

Mit professioneller Hilfe wird Ihr Umgang mit dieser Krankheit gelassen und souverän. Als Spezialistin für systemische Psychotherapie in Wien helfe ich Ihnen dabei.

Mein Kind hat Epilepsie – umsichtiges Akzeptieren lernen

Diese Diagnose löst bei den Eltern heftige Gefühle aus: Bestürzung, Ratlosigkeit, Angst vor der Zukunft und schließlich Scham - angesichts der möglichen epileptischen Anfälle in Gegenwart der anderen.

Eine psychotherapeutische Begleitung hilft Ihnen, diese Emotionen zu verarbeiten und in konstruktive Handlungen umzuwandeln.

Etwa 80% der Erkrankungen an Epilepsie beginnen im Kindesalter. Es leben also in Österreich tausende Eltern betroffener Kinder. Es bedarf einer besonderen seelischen Kraft, um die speziellen Einschränkungen im Erziehungsalltag zu akzeptieren und gleichzeitig als autonome Erwachsene den Vorurteilen in Bezug auf die Epilepsie selbstbestimmt entgegenzutreten.

Die Eltern der anfallkranken Kinder sind oft mit Entscheidungen überfordert:

  • Ist die Regelschule für das Kind auch nach der Diagnose richtig?

  • Wie schütze ich es vor Ausgrenzung, falls ein großer Anfall in der Schule passiert?

  • Wie kläre ich die Lehrkräfte über die Symptome der kleinen Anfälle auf, so dass sie nicht als Verhaltensauffälligkeiten erfasst werden?

  • Muss ich mein Kind von allen Veranstaltungen in der Schule ausschließen, die selbst wegen des hohen Lärmpegels oder des Flackerlichts einen Anfall auslösen können?

  • Erlaube ich dem Kind an einem Klassenausflug teilzunehmen und welche Vorbereitungen müssen dann getroffen werden?

Enorm wichtig ist für die Eltern, einen Mittelweg zwischen zwei Extremen zu finden:

  • dem starken Bedürfnis, das Kind möglichst fürsorglich und allumfassend zu betreuen,

  • dem Wunsch, das Kind nicht allzu sehr einzuschränken und doch noch in seiner Selbstständigkeit zu fördern.

Die psychotherapeutische Begleitung einer Spezialistin umfasst alle Facetten der Problematik, denen die Eltern epilepsiekranker Kinder in Wien in ihrem Alltag begegnen.

Epilepsiespezifische Herausforderungen

Sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen wird nach der Diagnose zunächst eine pharmakologische Therapie eingeleitet, deren Ziel die Anfallsfreiheit oder wenigstens seltenere und schwächere Anfälle sind. Medikamentös bewältigt man aber nicht alle Folgen der Erkrankung.

Zu beachten sind auch die psychischen Belastungen, die bei den von Epilepsie Betroffenen speziell ausgeprägt sind:

  • Befürchtungen, von der Gesellschaft ausgegrenzt, diskriminiert oder abgelehnt zu werden,

  • Schwierigkeiten im Umgang mit physiologischen Symptomen wie Zuckungen, Verkrampfungen, Bewusstseinsstörungen usw.,

  • Angst vor Anfällen,

  • Angst vor dem Verlust der Kontrolle über eigenen Körper während eines Anfalls,

  • Selbstständigkeitseinschränkung.

Die seelischen Belastungen können sich wiederum auf den weiteren Krankheitsverlauf negativ auswirken. Deshalb ist es sehr ratsam, auch für Ihr emotionales Wohlergehen zu sorgen.

Meine therapeutischen Arbeitsschwerpunkte betreffen verstärkt die Menschen mit Epilepsie:

  • Arbeit und Berufsleben: Vorurteile und Unkenntnis über Epilepsie können zur Stigmatisierung führen. Wie kommen Sie mit dieser Gefahr zurecht? Vor allem wenn Sie von krankheitsbedingtem Arbeitsplatzverlust oder langer Arbeitslosigkeit betroffen sind, sollten Sie die Bedeutung der psychotherapeutischen Begleitung nicht unterschätzen. Die rechtzeitige Therapie gibt Ihnen Kraft und beugt einer möglichen Depression vor.

  • Beziehung und Partnerschaft: Dass die Anfälle möglich sind und wie damit umzugehen ist, sollen die Partner pragmatisch besprechen. Manchmal aber wirkt die Emotionalität hinderlich. Die einfühlsame Begleitung einer Spezialistin ist dabei sehr wertvoll.

  • Chronische Erkrankung: Wie kommen Sie mit einigen dauerhaften epilepsiebedingten Einschränkungen in Ihrem Alltag zurecht? Können Sie bereits die langfristige Behandlung akzeptieren? In einem Gespräch thematisieren wir Ihr seelisches Leiden und Wege zum Wohlbefinden.

  • Depressionen: Die notwendigen Anpassungen im Berufs- und Freizeitleben sowie die Reaktionen im sozialen Umfeld führen in manchen Fällen zu einer enormen psychischen Belastung. Auch hier wirkt eine rechtzeitige Therapie nicht nur heilend, sondern auch vorbeugend. Die seelischen Schmerzen kann man stoppen.

  • Frauen-Themen: Schwangerschaft, Sexualität, Verhütung – inwieweit wirkt sich die Erkrankung auf diese Aspekte der Weiblichkeit aus?

  • Psychosomatische Beschwerden: Leiden Sie nun verstärkt an Kopfschmerzen oder Schlafstörungen? Vielleicht stehen diese Beschwerden im Zusammenhang mit Ihrem Verhältnis zur Epilepsie-Erkrankung?

  • Auch Angehörige sind betroffen: Für Familienmitglieder oder Freunde kann die Erkrankung einer geliebten Person eine Krisensituation darstellen. Die Palette der möglichen Gefühle ist sehr breit. Eine potenzielle Stigmatisierung beschränkt sich nicht nur auf die Betroffenen. Das Reden über diese Gefühle sowie über die neuen Umstände im familiären und sozialen Leben entlastet alle, die den epilepsiespezifischen Herausforderungen begegnen.

Einige Fakten erfahren

Die Bezeichnung „Epilepsie“ leitet sich aus dem griechischen Wort „epilambanein“ ab, was „packen, jemanden heftig ergreifen" bedeutet. Im Deutschen wird sie auch als „Fallsucht“ oder „Krampfleiden“ bezeichnet.
Epilepsie ist seit jeher bekannt und in der Frühgeschichte als eine „heilige Krankheit“ ausgelegt, bei der die Betroffenen von Dämonen oder mystischen Kräften heimgesucht werden. Im Mittelalter - auch als Teufelsbesessenheit stigmatisiert.

Auch heutzutage wirkt die Epilepsie immer wieder auf viele Menschen unheimlich. Direkt nach der Diagnose kämpfen die Betroffenen mit Ängsten und vielen offenen Fragen. Dieses Unbehagen möchte ich bei Ihnen vorerst mit einigen Fakten entschärfen:

  • Epileptischer Anfall ist eine vorübergehende Funktionsstörung des Nervensystems ohne direkt erkennbare Auslöser. Die Nervenzellen im Gehirn unterliegen gleichzeitig mehreren verstärkten Entladungen. Man spricht vom „Gewitter im Gehirn“. Wenn solche Anfälle sich wiederholen, spricht man von Epilepsie.

  • Es ist eine der häufigsten neurologischen Krankheiten – in Österreich betroffen sind ca. 80.000 Menschen (ca. 1% der Bevölkerung).

  • Es gibt über 30 Arten der Epilepsie – je nach Ursache und Anfallstyp. Für die Einteilung ist u.a. entscheidend, ob der Anfall nur einen Teil des Gehirns betrifft (herdförmig, fokal – kein Bewusstseinsverlust, „Herdanfall“) oder die beiden Hirnhälften gleichzeitig (generalisiert – Bewusstseinsverlust, „Grand-Mal-Anfall“).

  • Epilepsie ist eine Krankheit des Gehirns, aber keine Geisteskrankheit!

  • Einige mögliche Symptome bei einem Krampfanfall sind Zuckungen, Sturz, Versteifung der Muskulatur, Bewusstseinsverlust (beim „Grand-Mal-Anfall“).

  • Bei Epilepsie sind fortschrittliche Behandlungsmethoden möglich.

Für ein erfülltes Leben ist das seelische und emotionale Wohlbefinden auch im Falle einer Erkrankung an Epilepsie fundamental. Kontaktieren Sie mich. Wir besprechen Ihre Bedürfnisse.

Weitere hilfreiche Anlaufstellen

http://www.epilepsie.at Epilepsie Dachverband Österreich

http://www.epilepsie-ig.at Epilepsie Interessengemeinschaft Österreich

http://www.eiak.at/ Elterninitiative für anfallkranke Kinder

Quelle: http://wiki-de.genealogy.net/Epilepsie (29.01.2017)

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