Viele Menschen bekommen Angstattacken in entspannten Situationen.
Arbeit und Leistung nehmen einen großen Stellenwert ein. Genuss, Urlaub, Erholung, Entspannung kommen meist viel zu kurz. Die Klienten verfügen oft über ein eher kleines soziales Netzwerk.
Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen/innen haben kaum oder nur wenig Verständnis für die Problematik. Als Folge kommt es zum sozialen Rückzug.
Angstklienten/innen beschäftigen sich häufig mit negativen Befürchtungen. Sie überlegen sehr oft, was andere Personen über sie denken. Zukunftsorientierung: Was wird kommen? Was wird passieren? Dies ist dann eine zentrale Frage.
Der Grundstein vieler Ängste wird bereits in der Kindheit und Jugend gelegt. Nicht gelungene Ablösungsprozesse sind ein wichtiger Aspekt.
Neue Lebensabschnitte sind immer von etwas „gesunder Angst“ begleitet. Dies ist aber auch eine Art Schutzfunktion. Ist die Angst ein zu starker Lebensbegleiter und übersteigt das natürliche Maß, ist es hilfreich, sich professionelle Unterstützung zu holen.
Angst und der damit verbundene Stress kann ein großes Ausmaß erreichen, sodass die Handlungsfähigkeit weitgehend blockiert wird und passende Lösungen nicht mehr gefunden werden.
Angst beeinflusst das Leistungsniveau, aber auch den Schlaf. Häufig wird Angst auch als Schwäche interpretiert und negativ bewertet. Ein gewisses Maß an Angst kann aber auch zu einer Verbesserung der Aufmerksamkeit und somit zu einer Leistungssteigerung führen.
Angst kann man nicht einfach eliminieren, weg machen. Mit meinen Klienten/innen versuche ich, neue Strategien im Umgang mit der Angst zu erarbeiten und anzueignen. Sehr wichtig dabei ist, die bereits vorhandenen Stärken und Ressourcen wieder zu aktivieren und weiter auszubauen. In Folge kommt es zu einem erhöhten Selbstwert.
Angst zu bekämpfen kostet die Klienten/innen extrem viel Energie und Lebensqualität. Gemeinsam mit Ihnen versuche ich, diesen zusätzlichen Energieaufwand für andere positive Dinge im Leben einzusetzen.
WIE ÄUSSERT SICH EINE ANGSTSTÖRUNG / PANIK
Die betroffenen Personen sind sehr gereizt, haben Merk- und Konzentrationsstörungen.
Weitere folgende Symptome können auftreten: Schwindel, Kreislaufprobleme, Herzrasen, Zittern, verminderte Belastbarkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Magen- Darmbeschwerden, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Atemprobleme, sozialer Rückzug.
Eine Angstproblematik ist sehr stressig für die Personen. Folglich ermüden sie relativ rasch, sind schnell erschöpft und ziehen sich in Folge oft zurück. Depression und Angststörung treten meist gemeinsam auf.
Alle Angsterkrankungen zeigen einen unterschiedlichen Beginn und Verlauf.
Angststörungen sind nicht nur für die Betroffenen selbst belastend, sondern auch für deren Lebenspartner und Familien.
Die Behandlung von Angststörungen und Panikattacken oder Phobien ruht meist auf zwei Säulen: psychotherapeutische Unterstützung und bei Bedarf medikamentöse Unterstützung.