Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie stammt vom griechischen Begriff "Psychotherapiea". Wörtlich übersetzt bedeutet dies so viel wie "Pflegen der Seele". Psychotherapie bezeichnet die Behandlung der Seele beziehungsweise von seelischen Problemen. Sie bietet mit spezifischen therapeutischen Methoden und Interventionen Hilfe bei Störungen des Fühlens, Denkens, Erlebens und Handelns. Dazu zählen die die Vorbeugung und Heilung von psychischen Problemen, Verhaltensmustern und Krankheiten mithilfe psychotherapeutischer und psychologischer Methoden.
Wann ist Psychotherapie zu empfehlen?
Wer von seelischen Problemen betroffen ist und diese nicht alleine in den Griff bekommt, sollte sich ebenso wenig wie bei körperlichen Erkrankungen scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Seelischen Schmerz unbehandelt zu lassen, stellt einen enormen und unnötigen Leidensdruck dar. Darüber hinaus besteht die Gefahr der Chronifizierung. Werden psychische Probleme zum ständigen Begleiter, verschlimmern sie sich und die Behandlung wird zunehmend schwieriger.
Um PsychotherapeutIn zu werden, muss eine langjährige und umfassende Psychotherapieausbildung absolviert werden. PschotherapeutInnen unterliegen einer strengen Verschwiegenheitspflicht.
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
Diese ist individuell verschieden. Auf jeden Fall gilt: Nur Regelmäßigkeit bringt Erfolg.
Die systemische Psychotherapie eignet sich für Einzelpersonen, Jugendliche und Kinder sowie für ganze Familien, Patchworkfamilien bzw. Paare mit und ohne Kindern.
Die systemische Therapie erfolgt in Abständen von 2 bis 3 Wochen (in Krisensituationen auch wöchentlich möglich) und in manchen Fällen ist nur eine Kurztherapie notwendig.
Im Laufe unseres Lebens machen wir die unterschiedlichsten Erfahrungen. Diese hinterlassen Spuren im Denken und Handeln, in der individuellen Einstellung sowie im Umgang mit Problemen, Sorgen und Ängsten.
All die Erfahrungen und unsere Lebensgeschichte prägen unsere persönliche Landkarte, die nur mit viel Zeit und Geduld verändert werden kann.
Die Therapie ist ein Prozess des Begleitens. Jede neue Erfahrung führt zu einer Veränderung der persönlichen Landkarte.
Häufig genutzte Wege oder Muster werden zur Gewohnheit. Wir nutzen sie trotzdem immer wieder, obwohl sich das Gebiet inzwischen verändert hat, da neue Möglichkeiten hinzugekommen sind oder alte Herangehensweisen sich als nicht mehr passend herausstellen.
Durch die Aktivierung persönlicher Ressourcen und das Verabschieden von Erlebtem, zum Beispiel in Form von Ritualen, kann die „innere Landkarte“, also wie wir wahrnehmen, erkennen, denken, entscheiden, positiv verändert werden.
Systemische Psychotherapie
Systemische Psychotherapie ist eine von derzeit 22 therapeutischen Methoden, die vom Bundesministerium für Gesundheit als Heilverfahren für psychische Probleme anerkannt sind.
Systemische Familientherapie ist eine Form der Psychotherapie, die Gesundheit und Krankheit eines Menschen sowie persönliche Lebensqualität im Zusammenhang mit seinen relevanten Beziehungen und Lebenskonzepten sieht.
Der Name dieser Therapierichtung stammt noch aus seiner Ursprungszeit als systemische Psychotherapeuten/-innen tatsächlich ausschließlich mit Familien arbeiteten. Dies hat sich stark verändert. Systemische Familientherapie kann als Einzeltherapie, Paar- oder Familientherapie genutzt werden.
Als Systemische (Familien)Therapie wird ein therapeutisches Verfahren bezeichnet, das den Menschen sowohl in seiner Individualität als auch in seinen aktuellen Bezugssystemen wie Familie, Partnerschaft, Peergroup, Arbeitsplatz wahrnimmt. Gelingt es dem Menschen, Unterschiede im Denken, Fühlen und Handeln zu erzeugen, so lassen sich wiederum Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden aber auch Veränderungen im persönlichen Umfeld feststellen.
Als Systemische Psychotherapeutin in Wien nehme ich die Klienten/-innen mit all ihren Erfahrungen, Lebensgeschichten, Sorgen, Problemen und Wünschen war. Ich sehe sie nicht nur als Einzelindividien, sondern betrachte sie ständig in Interaktion mit ihrem sozialen Umfeld (Familie, Beruf, Schule, Freunde, etc.). Der Fokus meiner Betreuung liegt nicht nur auf der Person selbst, sondern auch der sozialen Umgebung, in der ein Mensch lebt. Die einzelnen Systeme haben einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten und die Gesundheit einer Person. Dies beeinflusst wiederum wechselseitig das System. Werden Konflikte oder Probleme jedoch als Beziehungsangebot gesehen, können sie helfen, dass sich einzelne Menschen und deren Familien weiterentwickeln.
Als Systemische Familientherapeutin in Wien sehe ich meine Aufgabe, meine Klienten/-innen und Familien zu unterstützen, ihre Fähigkeiten und neue Möglichkeiten wieder zu entdecken. Dabei ermutige ich sie, neue Lösungen und Sichtweisen zu entwickeln, um die Herausforderungen diverser Lebenszyklen zu bewältigen.
Verschwiegenheit
PsychotherapeutInnen sind gemäß § 15 PthG zur uneingeschränkten Verschwiegenheit über alle ihnen in Ausübung ihres Berufs anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet, und zwar gegenüber allen Dritten einschließlich EhegattInnen, LebensgefährtInnen, aber auch privaten und öffentlichen Einrichtungen, wie zum Beispiel Behörden oder Sozialversicherungsträgern. Diese Verschwiegenheitspflicht gilt auch über den Abschluss der Psychotherapie hinaus.