Wer an Rückenschmerzen leidet, denkt zunächst an körperliche Ursachen. Tatsächlich lassen sich Wirbelsäulenerkrankungen oft auf Fehlbildungen oder Fehlfunktionen des Stützapparats zurückführen. Aber auch die seelische Komponente sollte nicht vernachlässigt werden. Ängste und Depressionen, traumatische Erlebnisse wie Verluste und Trennungen oder Probleme am Arbeitsplatz können sich in körperlichen Symptomen niederschlagen oder bereits vorhandene Wirbelsäulenschäden verstärken.
In meiner systemischen Praxis in Wien gehe ich den Ursachen Ihrer Schmerzen auf den Grund und biete Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Rückenproblemen eine therapeutische Begleitung an.
Der liebe Stress und der Rücken
Körper und Geist lassen sich nicht voneinander trennen. Seelische Belastungen schlagen sich daher häufig auf die Wirbelsäule.
Typische Begleiterscheinungen des modernen Alltags wie Stress oder Leistungsdruck, familiäre Schwierigkeiten, Probleme am Arbeitsplatz, aber auch Ängste manifestieren sich oft als Blockaden im Körper und erhöhen den Muskeltonus. Die Betroffenen zeigen nach außen Haltung, während die innere Haltung schwindet. Das daraus resultierende Ungleichgewicht geht mit einer starken inneren Spannung einher. Die Folge: Depressive Verstimmungen auf der einen, Muskelverhärtungen, Verspannungen und Knoten auf der anderen Seite. Die erwähnten Symptome verstärken die Schonhaltung, die Schmerzen breiten sich weiter aus und chronifizieren sich – Ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist, entsteht.
Schmerzen können sich aber auch durch Ängste potenzieren. Was als leichter Bandscheibenvorfall beginnt, wird in der eigenen Wahrnehmung zum kaum noch beherrschbaren Schmerz, wenn sich die Angst vor ernsteren Erkrankungen hinzugesellt.
Psychotherapeutische Ansätze bei Bandscheibenvorfällen und anderen chronischen Rückenschmerzen
Längst beschränken sich Rückenschmerzen nicht mehr auf das Erwachsenenalter. Schon Kinder und Jugendliche sind heute vermehrt davon betroffen. Vor dem Hintergrund neuester medizinischer Erkenntnisse verfolgt die moderne Schmerztherapie sowohl körperliche als auch psychische Ansätze. Aus psychotherapeutischer Sicht kommen zur Behandlung spezifische Verfahren zur Körperwahrnehmung und Schmerzverarbeitung sowie Entspannungstechniken und Atemübungen infrage.
Darüber hinaus gilt es, die Ursachen für die körperlichen Symptome aufzuspüren. Unbewältigte Konflikte und Traumata aus der Kindheit hinterlassen im Erwachsenen oft ihre Spuren. Gelingt es, den Konflikt aufzulösen, tritt mit der seelischen Gesundung auch eine Besserung der körperlichen Beschwerden ein.
Als Psychotherapeutin sehe ich es als meine Aufgabe, destruktive Gedanken, Gefühle oder Verhaltensmuster, die den Schmerz konservieren oder gar verstärken, aufzuspüren. Im Rahmen verhaltenstherapeutischer Maßnahmen lassen sich diese Muster weitgehend verändern. Mit gezielten individuellen Übungen, die Sie auch zuhause durchführen können, lernen Sie, Fehlhaltungen zu korrigieren, sich zu entspannen und Ausdauer bzw. Koordination der Muskeln zu trainieren.
Da ich den Menschen immer in seiner Gesamtheit betrachte, kombiniere ich in meiner Therapie körper- und psychozentrierte Ansätze. Neben psychohygienischen Maßnahmen, Verhaltens- und Gesprächstherapie haben sich Entspannungs- und Bewegungstrainings bewährt, die Ihnen die Angst vor schmerzhaften Bewegungen nehmen und Ihren Rücken mobilisieren.
Meine therapeutischen Arbeitsschwerpunkte bei Wirbelsäulenschäden und -erkrankungen
Die moderne Arbeitswelt verlangt uns oft mehr ab, als wir leisten können. Dazu gesellen sich falsche Sitzgewohnheiten, die die Wirbelsäulenbeschwerden verstärken. Eine Psychotherapie zeigt mögliche Wege aus dem Teufelskreis „Überlastung“ auf. Durch gezielte Maßnahmen lernen Sie Prioritäten zu setzen, Aufgaben zu delegieren und auf Ihren Körper zu hören, um gar nicht erst in die Burn-Out-Falle zu tappen.
Ein weiteres Arbeitsfeld bilden Partnerschaft und Familie. Streitigkeiten, Schicksalsschläge, zu hohe Anforderungen oder zu wenig Freizeit führen zwangsläufig zu körperlichen Symptomen. Als Psychotherapeutin helfe ich Ihnen dabei, Ihren Blickwinkel zu verändern, sich aus krankmachenden Beziehungsmustern zu lösen und auf diese Weise auch Ihrem Körper wieder mehr Energie zuzuführen.
Gerade bei Kindern und Jugendlichen bildet schulischer Stress oft einen schmerzauslösenden Faktor. Mobbing, unverhältnismäßiger Leistungsdruck oder eine unpassende Umgebung lasten schwer auf dem Rücken. Durch gezielte therapeutische Maßnahmen lässt sich nicht nur die Situation verbessern, sondern auch eine deutliche Reduktion der Schmerzen erzielen.
Leiden Sie bereits an chronischen Schmerzen, liegen die Ursachen oft tief. Dann sind für eine durchgreifende Besserung mitunter etliche therapeutische Sitzungen vonnöten. Aussicht auf Heilung oder Schmerzlinderung besteht aber auch in diesen Fällen – Die Bereitschaft des Patienten, sich auf die notwendigen verhaltensorientierten Prozesse einzulassen, vorausgesetzt.
Gleich, welches konkrete Beschwerdebild bei Ihnen vorliegt, gerne helfe ich Ihnen in meiner psychotherapeutischen Praxis in Wien dabei, Ihre Schmerzen zu lindern und der Zukunft wieder positiv entgegenzublicken.